Sensei Jörg Kohl trainiert Karate seit 1975. Er ist derzeit 1. Vorsitzender beim SV Tora Berlin e. V. und gleichfalls als Trainer im Verein tätig.Beim Verband Shotokan Ryu in Deutschland e. V. ist er Vize-Präsident. Wir haben in der Vereinsgeschäftsstelle mit ihm über seine Ziele und Motivation gesprochen.

Hallo Sensei Jörg Kohl! Falls einer unserer Leser Sie nicht kennt: Stellen Sie sich doch bitte kurz vor.
Ich betreibe Karate seit 1975 und habe derzeit den 6. Dan im Shotokan Karate. Begonnen habe ich als Kind mit dem Judosport und kam dann zum Karate. Meinen ersten Kontakt mit Karate hatte ich bereits vor dem Fall der Mauer. Mein erster Trainer, Axel Dziersk, hatte bereits zu DDR-Zeiten den Zweiten Dan. Ochi Sensei kam dafür zu seiner Prüfung nach Ost-Berlin angereist. Somit waren die Verbindungen bereits zu damaligen Zeiten in die internationale Karateszene aufgebaut. Meinen Schwarzgurt (Shodan und Nidan) legte ich bei Ochi Sensei ab. Nachfolgend trainerte ich bei Enoeda Sensei, Tanaka Sensei, Osaka Sensei, Tabata Sensei und Fujinaga Sensei. Mein jetziger Lehrer ist Safar Sensei (9. Dan).

Sie haben mit dem SV Tora Berlin e. V. in wenigen Jahren einen großen Verein aufgebaut. Wie haben Sie das realisiert?
Mit unserem Konzept, wie wir das Training im Kinder-, Jugend- und Erwachsenenbereich umsetzen, haben wir es geschafft, eine Trainingsmethode zu entwickeln, die den Menschen gefällt. Sie merken immer wieder eine Verbesserung im Karate sowie im körperlichen Wohlbefinden. Jemanden zu begeistern, ist schnell getan. Der Anspruch Menschen langfristig oder für immer am Karate zu binden, ist unsere Verpflichtung dem Karate Do gegenüber.

Welche Meilensteine würden Sie als besonders prägend für die Entwicklung des Vereins bezeichnen?
Der Verein, in dieser Größenordnung, wie er jetzt existiert, wäre allein nicht mehr händelbar. Durch die engagierte Mitarbeit unserer Trainer, Jugendlichen und Eltern können wir eine gute Organisation im Trainings- und Freizeitbereich umsetzen.

Im zweiten Teil des Interviews spricht Sensei Jörg Kohl u. a. über seinen persönlichen Antrieb, Karate zu unterrichten.